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Erneut knappe Niederlage bei Floorball-Spektakel in Bremen

TV Eiche Horn Bremen – TSV Neuwittenbek 6:5 (0:0;2:2;4:3;-:-)

Bremen Kampfgeist wird nicht belohnt. Die Floorballer des TSV Neuwittenbek können keine Punkte beim Ligaprimus aus Bremen entführen und unterliegen trotz starker Leistung mit 6:5.

Am Samstagabend um 18 Uhr begann für die Neuwittenbeker die wohl schwerste Aufgabe dieser Saison. Die Bremer, welche letzte Saison den zweiten Platz belegten, gelten nach dem Aufstieg der Bonner Dragons als großer Favorit in der Liga und gingen bisher in jedem Spiel als Sieger vom Feld. Das wollte das ambitionierte junge Team von Trainer Kunze ändern.

Das erste Drittel begann recht verhalten. Es begegneten sich zwei Teams auf Augenhöhe und man tastete sich zunächst einmal ab. Nach und nach erarbeiteten sich beide Mannschaften gute Torabschlüsse, doch keiner der Akteure zielte präzise genug, sodass es mit 0:0 in die erste Pause ging.

Im zweiten Drittel ging es zunächst unverändert weiter. Bremen erhöhte die Schlagzahl, aber die Gäste standen kompakt und hatten ebenfalls vielversprechende Angriffe anzubieten. Vor allem in der 3. Spielminute, als das Heimteam nach einem Wechselfehler für zwei Minuten in Unterzahl ran musste. Der TSV kam nun zwar zu guten Abschlüssen, doch die Bremer verteidigten eng und verhinderten den Führungstreffer. Diesen sollten sie in der 28. Minute selber schießen. Nach einem Foul vor dem eigenen Tor verwandelte Till Geiler den anschließenden Penalty für das Heimteam. Aber die Gäste antworteten nach drei Minuten umgehend. Sebastian Bassen setzte sich nach Doppelpass mit seinem Bruder Jan über rechts durch und überwand den gegnerischen Goalie mit einem geschickten Rückhandheber. Die Hausherren machten weiter Druck und erzielten nur eine Minute später durch einen schnell vorgetragenen Konter die 2:1 Führung. Das Spiel blieb trotzdem ausgeglichen. Kurz vor Ende des 2. Drittels gelang Ole Jensen nach Doppelpass mit Sascha Kaliebe der Ausgleich, welcher bis zur Drittelpause hielt.

Nach zwei hochklassigen Dritteln, machten im letzten Drittel beide Teams großartige Werbung für ihren Sport. Den Auftakt zu diesem spektakulären Drittel verschliefen die Gäste aus dem hohen Norden jedoch. In der 45. Minute war Bewarder bei einem Freischlag die Sicht versperrt, sodass der Ball rechts unten den Weg ins Tor fand. Nur zwei Minuten später landete der Ball etwas unglücklich bei einem Bremer, welcher am langen Pfosten den Ball volley ins Netz schoss. Ausgangspunkt war wieder ein Freischlag.
Anschließend wurde es kurios. In der 48. Minute fiel dem Schiedsrichtergespann auf, dass der Bremer Florian von Kroge nicht auf dem Spielbericht notiert war. Folglich musste dieser mit einer roten Karte vom Platz gestellt werden. Für die Männer vom Kanal bedeutete dies fünf Minuten Überzahlspiel. Doch das zuletzt so hoch gelobte Überzahlspiel patzte. Man erzielte zunächst nicht nur kein Tor, sondern man fing sich sogar eins. Somit stand es plötzlich 5:2. Von diesem Schock mussten sich die Neuwittenbeker erst einmal erholen. In die Karten spielte ihnen dabei, dass ein Bremer Jannik Drews in einem Zweikampf mit dem Schläger am Kopf traf. Erneut gab es eine 5-Minuten-Strafe. Für ca. eine Minute hieß es 5 gegen 3. Der anschließende Freischlag wurde zudem direkt zum Anschlusstreffer genutzt. Neuwittenbeks Kapitän Drews bekam von Sebastian Bassen den Ball nach links aufgelegt und netzte in den rechten Winkel. In der Folge klappte auch das Überzahlspiel besser. Niklas Koschwitz fasste sich in der 56. Minute ein Herz und traf mit einem Fernschuss zum 5:4. Vorlagengeber war Moritz Marschke. Das Spiel war nun ausgeglichen und es hagelte Torchancen auf beiden Seiten. Eine davon klärte Sascha Kaliebe auf der Torlinie. Dabei stand er jedoch im Schutzraum, weshalb es erneut Penalty für die Hausherren gab. Auch dieser wurde souverän verwandelt. Die Männer vom Kanal kämpften weiter aufopferungsvoll und 40 Sekunden vor Schluss gelang Sven Traulsen sogar noch das 6:5. In den letzten Sekunden warf man alles nach vorne, doch der Ausgleichstreffer, welcher durchaus verdient gewesen wäre blieb den Gästen verwehrt.

Unterm Strich konnten zwar keine Punkte entführt werden, aber das Team spielte auf Augenhöhe mit dem Ligaprimus, worauf man durchaus stolz sein kann. Die spielerisch starke Leistung belohnte man selber nicht, indem man durch vermeidbare Fehler Gegentore in eigener Überzahl oder nach gegnerischen Freischlägen kassierte. Auch die Situationen, die zu den Penaltys führten hätten vermieden werden können.

Doch wie Koschwitz nach dem Spiel festhielt: „Wir sind ein noch sehr junges Team, welches sich immer weiter verbessert. Wenn wir solche Fehler abstellen, wird es Bremen im Rückspiel sehr schwer haben.

Sebastian Bassen

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