Home / Herren / 2. Buli / Nur 1 Punkt aus zwei äußerst knappen Spielen

Nur 1 Punkt aus zwei äußerst knappen Spielen

Dümptener Füchse – TSV Neuwittenbek 4:4 n.V. (1:0;1:2;2:2;0:0)

Westfälischer FC – TSV Neuwittenbek 7:6 (3:2;2:3;2:1;-:-)

Mühlheim/ Münster Die Floorballer des TSV Neuwittenbek kommen nach einem Doppelspieltagswochenende in NRW mit einem Punkt nach Hause. Am Samstag erkämpfte man sich bei den Dümptener Füchsen ein 4:4. Tags drauf verlor man in einem knappen Spiel mit 7:6 in Münster.

Am Samstag ging es gegen die Dümptener Füchse. In der dortigen Halle war wie immer gute Stimmung. Zahlreiche Fans feuerten ihr Team lautstark an, was es für jedes Gästeteam schwer macht dort zu bestehen.

Das erste Drittel startete auf beiden Seiten verhalten und man tastete sich zunächst ab. In der 13. Minute erhielt dann der Kapitän der Füchse Kevin Buckermann eine 2 Minuten Zeitstrafe wegen unkorrekten Abstandes. Die folgende Überzahl konnte durch den TSV nicht genutzt werden und so gingen die Hausherren in der 18. Minute durch ihren Kapitän in Führung.

Das zweite Drittel startete kurios. Die Männer vom Kanal kamen etwas zu spät aus der Kabine und mussten somit gleich zu Beginn eine zweiminütige Unterzahl überstehen, was dank hoher Laufleistung gelang. Kurz darauf durfte man selbst zwei Minuten in Überzahl spielen. Dieses Mal wusste man den Vorteil zu nutzen. Nach schönem Diagonalpass von Sven Traulsen an den langen Pfosten konnte Jan Bassen den Ball in die freie Ecke schießen. In der 8. Minute des 2. Drittels war es erneut Jan Bassen, welcher den TSV in Führung brachte. Ein unwiderstehliches Dribbling schloss er gekonnt flach ab und ließ dem Goalie der Füchse keine Chance. In der 17. Minute erhielt Sebastian Bassen eine 2 Minuten Strafe wegen Stockschlags. Die Unterzahl überstand man zwar noch, aber wenige Sekunden nachdem man wieder vollzählig war stimmte die Zuordnung auf dem Feld noch nicht wieder und den Dümptenern gelang der Ausgleich zum 2:2.

Im dritten Drittel machte das Heimteam zu Beginn viel Druck und erzielte nach 8 Minuten die Führung. Die Antwort kam drei Minuten später, als Moritz Marschke nach Pass von Felix Siegmund den Ball in den linken Winkel drosch. Die Füchse hielten den Druck aber weiter aufrecht und gingen in der 13. Minute erneut in Führung. Eine Minute später handelten sie sich jedoch erneut eine 2 Minutenstrafe ein, welche die Gäste aus dem Norden erneut zum Ausgleich nutzten. Sven Traulesen schloss nach Querpass von Sascha Kaliebe flach ab. In den letzten Spielminuten verteidigten die Neuwittenbeker mit viel Kampfgeist den Punkt. Goalie Jacques Bewarder zeichnete sich zudem mit einigen sehenswerten Paraden aus.

In der 10 minütigen Overtime, in welcher im Sudden Death Modus um einen extra Punkt gespielt wird, kontrollierte vor allem das Heimteam das Spiel. Die Spieler des TSV verteidigten tief und setzten durch schnelle Konter immer wieder Nadelstiche. Letztlich konnte keines der beiden Teams ein Tor erzielen und so trennte man sich leistungsgerecht mit 4:4.

Für das Spiel am Sonntag gegen des Westfälischen Floorballclub aus Münster war die Marschrichtung klar. Hier wollte man 3 Punkte mitnehmen. Dass man im Gegensatz zum Heimteam schon ein Spiel in den Beinen hat sollte keine Rolle spielen. Man konnte mit 16 mitgereisten Feldspielern drei Lines aufbieten, so dass auch im zweiten Spiel die Laufleistung stimmte.

Zu Beginn des Spiels merkte man den Männern vom Kanal jedoch an, dass die müden Beine erst noch warm werden mussten. Nach 5 Minuten hieß es schon 2:0 für den WFC. Das weckte die Gäste auf und Sven Traulsen erzielte in der 6. Minute mit einem satten Fernschuss den Anschlusstreffer. Doch so richtig wollte der Ball beim TSV nicht laufen. Man bestimmte zwar das Spiel, kam aber nicht zu zwingenden Torchancen. Das Heimteam konterte immer wieder gefährlich und nutzte in der 15. Spielminute einen solchen Konter zum 3:1. Die Neuwittenbeker antworteten nun wieder schnell. Sebastian Bassen setzte seinen Bruder Jan rechts außen in Szene, welcher geschickt den Ball ins kurze Eck abschloss.

Den Beginn des zweiten Drittels verschlief man, obwohl man sich in der Drittelpause fest vorgenommen hatte nun mehr Druck aufzubauen und konsequenter zu verteidigen. Bereits nach 2 Minuten zog der WFC auf 4:2 davon. Diesen Weckruf schienen die Gäste gebraucht zu haben. In der 11. Minute nutzte Ole Jensen den Freiraum in einer zweiminütigen Überzahl zum Anschlusstreffer. Kurze Zeit später netzte Moritz Marschke aus spitzem Winkel ein. Wiederum nur eine Minute später drosch Sven Traulsen einen, von Frederike Scholz kurz ausgeführten Freischlag zur erstmaligen Führung ins Tor. Diese hielt leider nicht lange. Schon in der 16. Minute erzielte das Heimteam den Ausgleich zum 5:5. Zum Ende des Drittels überstand der TSV eine zweiminütige Unterzahl, nachdem Jannik Drews wegen Stockschlags auf die Strafbank musste.

Das letzte Drittel begann mit einer Überzahl für die Gäste, welche man trotz guter Abschlüsse nicht nutzte. Dies rächte sich in der 10. Minute, in welcher die Münsteraner die Führung erzielten. Die Männer vom Kanal erarbeiteten sich nun eine Vielzahl von Torchancen und kontrollierten das Spiel. Zumindest der Ausgleich sollte noch her. In der 19. Minute erlöste Jan Bassen sein Team mit einem Fernschuss. Doch das Spiel war noch nicht zu Ende. Moritz Marschke fand sich nach einem Bodenspiel auf der Strafbank wieder. Das Heimteam nutzte die Überzahl. Danijel Patrucic staubte 46 Sekunden vor Schluss zum 7:6 Siegtreffer ab. In den letzten Sekunden warf der TSV alles nach vorne und kam nochmal zu ein paar gefährlichen Abschlüssen. Aber keiner fand den Weg ins Tor, sodass man sich sichtlich enttäuscht geschlagen geben musste.

Insgesamt kann das Team nach diesem anstrengenden Wochenende stolz darauf sein einen Punkt aus Dümpten entführen zu können. Die Niederlage gegen den WFC hingegen sorgte für große Niedergeschlagenheit. Man hatte gut nach vorne gespielt, aber die Fehler in der Defensive kosteten letztlich den Sieg gegen eiskalte Münsteraner.

Für den Montag gab Trainer Daniel Kunze trainingsfrei. Anschließend wird sich das Team auf das anstehende Pokal Heimspiel gegen den Lokalrivalen aus Schenefeld (ebenfalls 2. Bundesliga) am Sonntag (19.10. – 15:00 Schulzentrum Gettorf) vorbereiten.

Das nächste Ligaspiel findet in zwei Wochen statt. Dann geht es zum bisher ungeschlagenen Tabellenführer nach Bremen, wo die Neuwittenbeker hoffen wieder den einen oder anderen Punkt entführen zu können.

Sebastian Bassen

Trainer Daniel Kunze: „Ich bin mit der gezeigten Leistung sehr zufrieden. Im ersten Spiel haben wir sehr gut mitgehalten und immerhin ein Unentschieden erkämpft. Im zweiten Spiel war zwar mehr drin, aber es wurden in einigen Situationen noch vermeidbare Fehler gemacht. Diese werden wir in den nächsten Spielen weiter reduzieren. Im Gegensatz zur letzten Saison, haben wir uns in einiger Hinsicht bereits deutlich verbessert. So haben wir bereits 6 Powerplaytore erzielt, was gefühlt so viele sind, wie in den letzten zwei Jahren. Außerdem haben wir endlich drei Reihen, welche in der zweiten Liga mithalten können.

Check Also

Saisonabschluss mit erneutem Derbysieg

Gettorf Seahawks – TSV Neuwittenbek 3:6 (2:2; 1:2; 0;2) Am vergangenen Samstag, dem 10.03.2018, stand …

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*