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Kanalderby bringt die ersten Punkte

Kieler FK – TSV Neuwittenbek 4:5 (3:1;0:1;1:3)

Kiel Fünf Jahre und 281 Tage mussten Fans und Vereine auf diesen Tag warten. So lange liegt das letzte Aufeinandertreffen vom TSV Neuwittenbek und dem Kieler FK auf dem Großfeld zurück. Die bisherige Bilanz sprach klar für Neuwittenbek. In vier Zweitligabegegnungen und einem Pokalspiel ging jedes Mal der TSV als Sieger vom Platz. Doch der bisherige Saisonverlauf lies einen ausgeglichenen Derbyfight erwarten. Und so kam es dann auch. Am Ende siegte Neuwittenbek knapp mit 5:4.

Nach 26 Sekunden nahm das Kanalderby schon Fahrt auf. Vor knapp 250 Zuschauern und bester Derbystimmung nutzte Moritz Marschke ein Zuspiel von Sascha Kaliebe per Direktabnahme zum 0:1-Führungstreffer. Danach entwickelte sich ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. In der 8. Minuten kam dann auch der KFK endgültig ins Spiel. Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte machte sich Stefan Reccius auf und davon und durfte unbedrängt auf Joris Boyke auflegen, welcher schnörkellos ins kurze Eck traf. Nur vier Minute später erhöhten die Kieler per Doppelschlag auf 3:1. Zunächst traf Spielertrainer Jan Schäfer nach einer schnellen Drehung über die Vorhand und dann der ehemalige Neuwittenbeker Steffen Fuchs per sehenswerten Fernschuss. Mit diesem Spielstand ging es dann auch in die erste Pause.

Nach dem deutlichen Dämpfer im ersten Drittel, wollte man nun in der Defensive wieder kompakter auftreten und auch nach vorne konsequenter arbeiten. Diese Vorgaben des Trainers konnten auch gut umgesetzt werden und Fynn Traulsen markierte nach einem langen Pass seines Bruders Sven den 3:2-Anschlusstreffer. In der Folge verpasste man allerdings die Überlegenheit in Zählbares umzuwandeln und so blieb es beim knappen 3:2-Rückstand zur Pause.

Im letzten Spielabschnitt sollte nun die Entscheidung her und innerhalb von nur drei Minuten sollte es dem TSV gelingen diese herbeizuführen. Den Anfang machte Frederike Scholz, gefolgt von einem Fernschuss von Henrik Jöhnk und einem Abstauber von Benedikt Stubbe. So hieß es in der 44. Minute 3:5-Führung für den TSV. Nach einem Timeout vom Kieler FK und einigen Umstellungen in deren Reihen wurde der Druck seitens der Kieler deutlich erhöht, ließ aber auch Raum für Konter. So entstanden wieder Chancen auf beiden Seiten und es wurde deutlich hektischer. Folglich durfte in der 54. Sascha Kaliebe für ein Abstandsvergehen auf die Strafbank. Doch das Unterzahlspiel des TSV ließ nur wenige Chancen zu. Erst in der 58. musste der TSV den 4:5-Anschlusstreffer hinnehmen. Der eingewechselte Eike Blechschmidt verwandelte einen seiner zahlreichen Abschlüsse. Mehr sollte den Kielern aber nicht gelingen und somit geht der TSV als Sieger aus dem Kanalderby und bringt die ersten Punkte mit nach Hause.

Die nächsten Punkte sollen dann am 29.11. um 14:30 gegen Hannover 96 in Gettorf folgen.

Trainer Daniel Kunze: „Das war heute eine kämpferisch sehr gute Leistung. Wir hätten die Partie schon im zweiten Drittel wieder drehen müssen, umso stärker, dass wir im letzten Drittel nicht aufgegeben haben und nach den Führungstreffern in der Defensive konzentriert weiter gearbeitet haben.

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