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TSV beim Spitzenreiter ohne Chance

TV Eiche Horn Bremen – TSV Neuwittenbek 12:5 (3:1;6:1;3:3)

Bremen Am vergangenen Samstag begann für die Floorballer des TSV Neuwittenbek die Rückrunde in der 2. Bundesliga Nord/West. Gleich zu Beginn stand das vermutlich schwerste Spiel der Saison an, denn es ging zum bis dato ungeschlagenen Tabellenführer nach Bremen.

Da in der vergangenen Saison die Neuwittenbeker die einzigen waren, denen es gelungen war die Bremer zu schlagen, gingen sie mit dem Selbstbewusstsein in die Partie den Aufstiegsaspiranten zumindest stark ärgern zu können.

Das erste Drittel gestaltete sich ausgeglichen. Die mit drei Reihen auflaufenden Hausherren attackierten früh in der gegnerischen Hälfte und zwangen die Neuwittenbeker so dazu immer schnell nach vorne spielen zu müssen. Dadurch entwickelte sich ein rasantes Spiel, bei dem es fortlaufend hin und her ging. Beide Teams konnten gute Torchancen herausspielen, die Bremer zeigten sich aber vor dem Tor deutlich kaltschnäuziger. So gingen sie in der 5.Minute durch Alt-Star Andreas Kasche, welcher insgesamt vier Tore erzielen sollte, in Führung. Zwei Minuten später gelang den Gästen aus dem hohen Norden der Ausgleich. Moritz Marschke suchte mit einem scharfen Pass vor das Tor seinen Mitspieler. Ein Bremer Verteidiger kam zwar dazwischen, fälschte den Ball jedoch ins eigene Tor ab. Nur eine Minute später gingen die Hausherren nach einem Freischlag erneut in Führung und erhöhten diese kurz vor Ende des Drittels noch auf 3:1.

Für das zweite Drittel nahm sich das Team von Trainer Kunze vor noch konzentrierter zu verteidigen, was aber nicht wirklich gelang. Der Spitzenreiter erhöhte den Druck und nutzte vor allem die zahlreichen Geschenke der Gäste. So erzielten sie insgesamt sechs Tore, wohingegen auf Seiten der Neuwittenbeker lediglich nur ein Treffer von Fynn Traulsen zu verzeichnen war. Somit war mit einem Zwischenstand von 9:2 die Partie bereits nach dem zweiten Drittel entschieden.

Damit fanden sich die Männer vom Kanal zwar ab, nahmen sich aber vor zumindest das letzte Drittel für sich entscheiden zu wollen. Dies wäre gelungen, wenn die Partie nach der 59′ Minute vorbei gewesen wäre. Doch der Reihe nach: In Minute 43 traf zunächst Sven Traulsen per Fernschuss und in der 50. Minute vollendete Finn Silbernagel ein Zuspiel von Tjorven Dethlefsen zum 9:4. Drei Minuten später erzielte das Heimteam, welches das letzte Drittel deutlich ruhiger angehen ließ noch das 10:4, ehe in der 59. Minute erneut Silbernagel einen Fernschuss im Tor versenkte. Mit dem Stand von 10:5 hätten die Spieler des TSV zumindest nicht deprimiert den Heimweg antreten müssen, doch das Spiel war noch nicht vorbei. Zunächst spielte man den Ball bei eigenem Freischlag dem Gegner direkt in die Kelle, sodass dieser nur noch den chancenlosen Goalie Jaques Bewarder vor sich hatte und das 11:5 erzielen konnte. Drei Sekunden vor Schluss schaffte man es nicht den Ball vor dem eigenen Tor vernünftig zu klären, sodass ein glücklicher Bremer zum 12:5 Endstand abstauben durfte. So verließen die Neuwittenbeker zu recht mit deutlich hängenden Köpfen die Halle in Bremen.

Insgesamt kann das Team von dem Spiel mitnehmen, dass man gegen starke Bremer durchaus Chancen haben kann, wenn man zum einen die eigenen Torchancen besser nutzt, bzw. vor dem Tor noch häufiger den freien Pass sucht und wenn man vor allem dem Gegner nicht immer wieder durch absolut vermeidbare Fehler die einfachsten Tore schenkt. An diesen Schwächen kann die Mannschaft in den nächsten drei Wochen noch konzentriert arbeiten, bis endlich mal wieder ein Heimspiel auf dem Plan steht. Am 14.02. empfängt man in Gettorf die DJK Holzbüttgen und will dort anfangen wichtige Punkte im Abstiegskampf zu sammeln.

Trainer Daniel Kunze: „Wir haben heute vor allem offensiv gut gearbeitet und uns zahlreiche hochkarätige Chancen erarbeitet. Ebenso wie Bremen. Der Unterschied ist, dass die Bremer momentan mit sehr breiter Brust auftreten und wir uns das ganze erst hart erarbeiten müssen. Man hat die Leichtigkeit im Spiel der Bremer deutlich gesehen. Allerdings waren wir häufig genug in der Defensive und vor allem im Backchecking zu leichtfertig. Daran werden wir arbeiten.

Sebastian Bassen

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