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Auf dem Feld statt Goalie – Kunze greift zum Schläger

SG Kölln-Reisiek/Bordesholm – TSV Neuwittenbek 6:1 (3:1; 3:0)

TSV Neuwittenbek – ETV Lady PrianHHas 6:8 (5:5; 1:3)

Die Floorballdamen vom Kanal trafen an ihrem jüngsten Spieltagswochenende zunächst auf die saisonstarken Sportlerinnen der SG Kölln-Reisiek/Bordesholm. Von Anfang an hieß es Zähne zusammenbeißen, laufen, laufen und nochmals laufen, da die Neuwittenbeker Frauen nur in kleiner Besetzung anreisten. In der vierten Spielminute gelang es der SG mit 1:0 in Führung zu gehen, Liesa Rathje vom TSV Neuwittenbek schnappte sich jedoch in der gleichen Spielminute den Ball und glich zum 1:1 aus, wodurch ein spannungsreicher Spielstart gegeben war. Beide Mannschaften versuchten sich in den darauffolgenden Minuten in den gegnerischen Raum zu bewegen, fanden aber zu keinen punktebringenden Abschlüssen. Erst in der zwölften Spielminute konnte die SG Kölln-Reisiek/Bordesholm zur erneuten Führung einnetzen. Kurze Zeit später bauten sie ihre Führung zum 3:1 aus. Für die Aufholjagd verblieben den TSV Damen noch fünf Minuten bis zum Pausenpfiff. Der Wille war da, doch an der Umsetzung scheiterte es und es stand weiterhin 3:1 nach der 1. Halbzeit. Motiviert und ehrgeizig griffen die TSV Frauen in der 2. Halbzeit an. Die eigentlich im Tor knieende und bissige Johanna Kunze unterstütze ihre Mannschaft von Anfang an als Feldspielerin, zeigte starke Laufleistungen und bewies ihr Können am Schläger nach langer Floorballzeit im Tor. Die Abschlüsse auf Torhüterin Marieke Senkpiel gelangen ihr vermehrt, wurden von der starken Torfrau jedoch gehalten. Während auf weitere Torversuche der Neuwittenbekerin zu hoffen war, nutzte in der zehnten Spielminute die SG erneut die Chance und traf zum 4:1. Unruhe zeigte sich auf dem Spielfeld der TSV Damen, die Abwehrarbeit ließ nach und die Chancen nach vorne wurden nicht genutzt. Folglich fiel das 5:1 für die Gegnerinnen, welche ihren Sieg mit einem 6:1 perfekt machten. Trotz Niederlage ließen die Spielerinnen unter Trainer Daniel Kunze den Kopf nicht hängen, sondern bereiteten sich mental auf die zweite Spielbegegnung gegen den ETV aus Hamburg vor.

Im zweiten Spiel trafen sich die Neuwittenbeker Frauen mit den Ladies vom ETV Hamburg auf dem Spielfeld. Die Gegnerinnen aus Hamburg liefen wie gewöhnlich als lauf- und passfreudiges Team auf und spielten ‚ihren Ball‘ flüssig auf das Tor von TSV Goalie Inga Faust. Da sich die Defense aus Neuwittenbek anfänglich schwer tat, stand es bereits nach der dritten Spielminute 3:0 für die Hamburgerinnen. Doch die blauweißen Damen behielten dieses Mal die Ruhe und versuchten konzentriert, mit verbesserter Abwehr und durchdachterem Spielaufbau in ihr eigenes Spiel zurückzufinden, was ihnen in der sechsten Spielminute mit einem offensiven Zug nach vorne durch Inga Liewert (Assist Liesa Rathje) zum 3:1 verhalf. Die Torlaune der Neuwittenbekerinnen war geweckt, denn es folgte im Alleingang ein weiterer Treffer zum 3:2 von Liesa Rathje. Die Aufholjagd ging weiter. In der zwölften Spielminute gelang Elisabeth Hörning (Assist Liesa Rathje) der Ausgleichstreffer, es stand 3:3. Zurück im Spiel geglaubt, fingen sich die Damen vom TSV wenige Minuten später das 4:3, gefolgt von einem 5:3 in der 16. Minute der 1. Halbzeit. Doch der Kampfgeist trieb die Spielerinnen vom TSV an, sodass Elisabeth Hörning (Assist Martina Hillbrand) erneut den Lochball ins gegnerische Tor spielte, 5:4. Auch Torjägerin Liesa Rathje konnte in der letzten Spielminute vor dem Halbzeitpfiff den Spielstand zum 5:5 drehen.
Mit etwas ruhigerem Gefühl der Neuwittenbeker Frauen startete die 2. Halbzeit. Trotz immer schwerer werdender Laufaktionen, aufgrund sehr kurzer Wechselpausen, spielten die Damen vom Kanal ihr Spiel vom Ende der 1. Spielhälfte weiter. Mit guter Defense, gelang die Arbeit nach vorne, es fehlte nur der passende Treffer. So verlief das Spiel bis zur neunten Spielminute, als sich die Hamburgerinnen entschieden diesen Treffer zum 6:5 zu versenken. Die „Katz-Maus-Jagd“ begann, denn Liesa Rathje (Assist Elisabeth Hörning) vom TSV Neuwittenbek ließ sich das nicht gefallen und glich in der zwölften Spielminute zum 6:6 aus. Die Spannung stieg in beiden Mannschaften, und sogar noch mehr, als die ETV Damen in der 14. Spielminute wiederholt mit einem 7:6 in Führung gingen. Jetzt hieß es: Ausgleichstreffer her für den TSV Neuwittenbek. Mit höchster Mühe und Anstrengung versuchten sie zu punkten, doch die Hamburgerinnen zeigten sich als die glücklichere Mannschaft, bauten ihre Führung in der 19. Spielminute zum 8:6 aus und siegten in dieser Spielbegegnung.
Insgesamt fuhren die Damen vom Kanal also mit zwei Niederlagen nach Hause, zeigten aber starkes Durchhaltevermögen und eine spaßige Stimmung im Team, auch am Ende des Spieltages.

Elisabeth Hörning

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