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TSV im Derby glänzend aufgelegt

TSV Neuwittenbek – Kieler Floorball Klub 6:1 (2:0;2:0;2:1)

Gettorf In „ausverkaufter“ Halle in Gettorf kam es am Sonntag zum lange erwarteten Lokalderby zwischen den Floorballern des TSV Neuwittenbek und dem Kieler Floorball Klub. Die Hausherren setzten sich dabei vor 175 Zuschauern souverän mit 6:1 durch.

Zu Beginn des ersten Drittels merkte man beiden Teams die Nervosität an. Für die Gäste aus Kiel ging es in diesem Spiel bereits um alles. So entstand ein relativ unstrukturiertes Spiel. Auf Seiten der Kieler führten nur einige Einzelaktionen zu gefährlichen Torabschlüssen, von denen aber keiner den Weg ins Tor fand. Auch die Neuwittenbeker taten sich zu Beginn schwer und waren darum bemüht etwas Ruhe ins Spiel zu bekommen. In der vierten Minute erzielte Marc Charlet das überraschende 1:0. Kristoffer Zinke brachte den Ball von rechts außen vors Tor, wo Charlet direkt abschloss. Bei den Gästen ließ das die Emotionen hochkochen. Kapitän Hobje musste für einen überharten Körpereinsatz für zwei Minuten auf die Strafbank. Die zweiminütige Überzahl blieb aber ungenutzt. Doch die Hausherren spielten von nun an souveräner nach vorne. In der neunten Minute nutzte erneut Charlet seine Chance. Er wurde durch Ole Jensen, welcher sich auf links stark durchsetzte, zentral vor dem Tor angespielt und schloss erneut direkt ab. Von den Gästen war spielerisch wenig zu sehen. Vielmehr trugen sie sich erneut in die Strafenliste ein. Joris Boyke musste nach einem Stockschlag in der 18. Minute für zwei Minuten auf die Strafbank. Das Überzahlspiel ist aber leider diese Saison keine Stärke der Männer vom Kanal, sodass man erneut keinen Nutzen aus der zahlenmäßigen Überlegenheit ziehen konnte.

Das zweite Drittel sollte sich ähnlich gestalten wie das erste. Das Heimteam mit mehr Spielanteilen und den besseren Chancen, die Kieler mit hartem Spiel und viel Kampf. Vors Tor kamen sie erneut nur nach Einzelaktion. Auch auf dem Spielbericht trug man sich in gewohnter Manier ein. Die Neuwittenbeker mit Toren und die Gäste mit Strafen.
In der 41. Minute traf Fynn Traulsen nach einer wunderbaren Kombination über das gesamte Feld zum verdienten 3:0. Vorlagengeber war Kapitän Jannik Drews. Erneut schlug der Frust bei den Kielern durch, was Joris Boyke zu einem Stockschlag verleitete, für welchen er auf der Strafbank schmoren musste. Doch auch die Neuwittenbeker lernten nicht wirklich dazu und ließen die Überzahl wieder ungenutzt. In der Folge entwickelte sich ein Spiel, welches von den Hausherren bestimmt, aber nicht dominiert wurde. Den Gästen aus der Landeshauptstadt gelang es nicht zu zwingenden Abschlüssen zu kommen. Die wenigen Bälle, welche auf das Tor von Marten Zädler kamen, parierte dieser glänzend. In der 38. Minute musste der Kieler Niklas Koschwitz für 10 Minuten auf die Strafbank, nachdem er sich abseits des Spielgeschehens unsportlich verhielt. Die damit verbundene zweiminütige Überzahl blieb (man muss es leider sagen) „natürlich“ ohne Tor. Erst kurz nachdem die Gäste wieder vollzählig waren schoss Ole Jensen nach Zuspiel von Finn Silbernagel den Ball in den linken Winkel. Mit 4:0 ging es in die letzte Pause.

Kurz nach Wiederanpfiff sorgte Jannik Drews dafür, dass die Moral der Gäste endgültig gebrochen war. Einen Konter schloss er nach Zuspiel von Tjorven Dethlefsen zum 5:0 ab. Im Anschluss entwickelte sich ein eher unschönes Floorballspiel. Das Gästeteam hatte sich mehr oder weniger aufgeben und beim Heimteam ließ die Konzentration ein wenig nach. So sahen die 175 erschienenen Zuschauer viele Ballbesitzwechsel, ohne Toraktionen. In der 53. Minute sollte den Fans aber noch ein kleiner Leckerbissen geboten werden. Nach Stockschlag vor dem Tor gab es Penalty für die Hausherren. Fynn Traulsen verwandelte sehenswert zum 6:0. Die inzwischen aufkeimende Hoffnung auf einen Zu-Null-Sieg zerstörte Helmut Hobje wenige Sekunden später mit seinem 6:1. Doch es sollte das einzige Tor des Floorball Klubs aus Kiel werden. Dieser bemühte sich in der Folge noch und kam immerhin noch zu der einen oder anderen Torchance. Auch von den Männern vom Kanal wollten sich noch mehrere in die Torschützenliste eintragen, doch es sollte beim 6:1 bleiben.

Abschließend kann man sich in Neuwittenbek darüber freuen, dass man mit diesen drei Punkten die direkten Abstiegsplätze uneinholbar hinter sich gelassen hat. Da im Parallelspiel der WFC aus Münster verlor, konnte man zumindest vorübergehend auch diesen in der Tabelle überholen. Die Entscheidung darüber, wer in die Relegation muss fällt nun also am nächsten Sonntag im direkten Vergleich. Um 14:30 Uhr sind die Münsteraner in Gettorf zu Gast.

Trainer Daniel Kunze: „Es macht momentan sehr viel Spaß mit meinem Team zu arbeiten. Wir konnten heute in vielen Szenen den Gegner lange unter Druck setzen und sind geduldig geblieben. Die Passgenauigkeit hat enorm zugenommen. Auch haben wir uns nicht provozieren lassen und sind ohne Strafe durchs Derby gekommen.

Sebastian Bassen

Bilder zum Spiel bei Flickr.

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