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Neuwittenbek unterliegt Titelkandidaten

Blau-Weiß 96 Schenefeld – TSV Neuwittenbek 6:2 (2:0; 0:1; 4:1)

Schenefeld  Am vergangenen Samstag (08.10.) traten die Floorballer vom TSV Neuwittenbek beim Aufstiegsaspiranten BW96 Schenefeld an. In den vergangenen Jahren liefen die Partien zwischen den beiden Vereinen aus dem hohen Norden oft recht einseitig und endeten nahezu ausschließlich mit dem besseren Ende für den Verein aus Hamburgs Peripherie, doch nach dem starken Saisonstart hatte der TSV Neuwittenbek Blut geleckt.

Die zu Anfang der Saison bestehenden Lizenzprobleme waren überstanden und erstmals konnten die Nordlichter mit einem nahezu vollen Kader auflaufen – die einzigen Ausnahmen hierzu bildeten die angeschlagenen Sven Traulsen und Fabian Sell und der nach langer Verletzungspause noch im Aufbautraining befindliche Sebastian Bassen. Der Start in das Spiel verlief wie schon zuletzt mehrfach gesehen enorm konzentriert, nur auf das frühe erste Tor musste diesmal verzichtet werden. Dennoch gestaltete sich eine enge und körperlich intensiv geführte Partie, in der der Favorit in der 15. Spielminute dann schließlich doch in Führung gehen konnte: Ex-U19-Nationalspieler Johannes Gebauer überwand Marten Zädler im Neuwittenbeker Tor mit einem verdeckten Schuss. Vier Minuten später war es erneut Gebauer, der an Durchschlagskraft lieferte, was seinem Team (noch) fehlte: mit dem Stand von 0:2 aus Sicht des TSV ging es in die Kabine.

Trainer Daniel Kunze schien in der Pause allerdings die richtigen Worte gefunden zu haben: Das Team kam motiviert aus der Umkleide und machte es den Gastgebern von nun an noch schwerer, zu Abschlüssen zu kommen. Ab der neunten Minute entwickelte sich dann eine kuriose Situation. Zu dem schon auf der Strafbank sitzenden Schenefelder Tim Ole Sonntag gesellte sich der Neuwittenbeker Finn Silbernagel dank eines Stockschlags, womit vorübergehend ein 4 gegen 4 gespielt wurde. Den sich bietenden Platz nutzten die technisch starken Kristoffer Zinke (Vorlage) und Fynn Traulsen (Tor) zu einem starken Konter und belohnten sich selbst mit dem Anschlusstreffer. Die zweite Hälfte des Mitteldrittels blieb dann zumindest auf dem Papier recht ereignislos, sodass mit dem Zwischenstand von 1:2 zum Pausentee geboten wurde.

Drittel gewonnen, den Gegner gut im Griff gehabt und einige Male selbst gefährlich geworden – sollte heute für den TSV der erste Sieg seit langem über den Rivalen aus dem Norden zu Buche stehen? Leider nein. Schenefeld brauchte drei Minuten Anlaufzeit, um dann binnen einer Minute durch Hendrik Vahl (abgefälschter Fernschuss) und Jan-Ole Villwock (Durchbruch an der linken Bande) auf 4:1 davonzuziehen, was dem Kampfeswillen der Männer vom Kanal doch sichtlich den Stecker zog. Es wurde noch einmal alles nach vorn geworfen, doch das 1:5 in der neunten Minute durch den Schenefelder Kapitän Lasse Schmidt zeigte dann erneut deutlich auf, in welche Richtung die Reise heute gehen sollte. Der starke Fynn Traulsen erzielte durch einen Sololauf noch das 2:5, doch über den Rest des Drittels konnte der TSV nicht mehr gefährlich genug werden, sodass der zweite Treffer von Schmidt zum 2:6 den Endstand markierte.

Schließlich konnten also erneut keine Punkte gegen Schenefeld mitgenommen werden, dennoch wurde über zwei Drittel eine konzentrierte Leistung abgeliefert, die die starken Eindrücke des Saisonstarts wiederspiegelt. Kommenden Sonntag geht es nun im Pokal auswärts gegen die U23 der Red Devils Wernigerode, bevor es zwei Wochen später zum Heimspiel gegen den zweiten Aufsteiger, die Frankfurt Falcons, kommt.

Trainer Daniel Kunze: „Wir haben es heute vor allem im zweiten Drittel sehr gut gemacht. Doch leider hat uns auch da die Effizienz gefehlt. Gleich mehrere Hochkaräter wurden liegen gelassen. Und gegen solche Gegner wird das im Normalfall bestraft. Letztlich hat Schenefeld verdient gewonnen.“

Tilmann Gebhardt

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