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Pokal-Aus gegen Bundesliganachwuchs

Red Devils Wernigerode U23 – TSV Neuwittenbek 7:5 (2:1; 4:2; 1:2)

Wernigerode Nach der Niederlage gegen den Titelfavoriten der zweiten Bundesliga Nord/West, Blau-Weiß 96 Schenefeld, stand für den TSV Neuwittenbek am Sonntag (16.10.) das erste Pokal-Spiel der Saison an. In der ersten Runde noch kampflos durch ein Freilos weitergekommen, ging es nun gegen die zweite Mannschaft (U23) des Bundesligisten Red Devils Wernigerode. Die Zielsetzung für das Spiel war klar: weiter für die anstehenden Partien in der Bundesliga testen und gleichzeitig möglichst ungefährdet die dritte Pokalrunde erreichen. Letzteres gelang unbestreitbar nicht einmal ansatzweise, der TSV unterlag nach zerfahrenem Spiel mit 5:7.

Für die mit nur zehn Feldspielern angereisten Nordlichter (verletzungs- und/oder studienbedingt fehlten Sven Traulsen, Kristoffer Zinke, Fabian Sell, Moritz Marschke, Sebastian Bassen, Birger Dethlefsen sowie Tom Welz) startete das erste Drittel wie gewünscht: nach nur eineinhalb Minuten schoss Tjorven Dethlefsen nach Vorlage von Finn Silbernagel die Gäste in Führung, sein Fernschuss wurde durch den Fuß eines Verteidigers unhaltbar abgefälscht. Für den Rest des Drittels lief dann aber weniger und weniger zusammen: Unsauberkeiten im Spielaufbau, ungenaue Abschlüsse sowie enorme Nachlässigkeiten in der Defensive ermöglichten den Red Devils den Ausgleich durch Kapitän Martin Schaberich. Eben dieser schoss vier Sekunden vor Drittelende sogar die erste Führung für den Gastgeber heraus.

Entsprechend dem Drittelverlauf fiel auch die Kabinenansprache von Trainer Daniel Kunze aus. Nach verbaler Watschn schickte er seinen TSV bereits nach vier Minuten zurück auf das Spielfeld, um so konzentriert wie möglich ins Mitteldrittel starten zu können. Die Maßnahme sollte durchschlagende Wirkung zeigen: Nach nur 28 Sekunden schickte Tilmann Gebhardt Jan Bassen die rechte Bande entlang, von welcher aus dieser überragend halbhoch neben den langen Pfosten abschloss. Nur 150 Sekunden später ging Neuwittenbek dann wieder in Führung. Diesmal war es Silbernagel, der den Ball in die Maschen schoss. Wie im ersten Drittel setzten beim TSV aber direkt wieder Nachlässigkeiten ein, die es dem in dieser Phase eher ungefährlichen Gegner wieder ermöglichten, sich ins Spiel zurückzukämpfen. Es kam, wie es kommen musste: Von Minute 13 bis 18 hagelte es ganze vier Gegentore. Wieder der überragende Schaberich (zweimal), Florian Hellmund und Thomas Bothe brachten die Red Devils mit 6:3 in Front.

Im letzten Drittel warfen die Neuwittenbeker noch einmal alles nach vorn und erzielten in einem hektischer werdenden Spiel früh das 6:4 (Powerplay-Treffer durch Gebhardt), fingen sich direkt im Anschluss aber durch einen individuellen Fehler des Torschützen das siebte Gegentor, diesmal durch Gary Blume. In der verbleibenden Viertelstunde konnten erstmals in diesem Spiel verlässlich gute Torchancen kreiert werden, die eigene Abschlussschwäche, der Pfosten sowie Jannis Michaelis im Tor der Wernigeröder verhinderten aber eine Aufholjagd, es gelang lediglich das 5:7 durch den starken Jan Bassen.

Für den TSV Neuwittenbek steht somit das frühe Pokal-Aus fest. Dieses kommt mit einem gehörigen Denkzettel, dass der gute Saisonstart nicht automatisch zu gewonnen Spielen führt und eben nur genau das war: ein Saisonstart. Mittlerweile stehen jedoch nur noch wenige Spiele bis zur Winterpause an, als nächstes das Heimspiel gegen die Frankfurt Falcons am 30.10.

Doppeltorschütze Jan Bassen nach dem Spiel: „Das war eine extrem unglückliche Niederlage, wir haben das Spiel im zweiten Drittel durch eine unaufmerksame Phase völlig unnötig aus der Hand gegeben und sind ab dann dem Ergebnis hinterhergelaufen. Der Kampfeswille am Ende hat auf jeden Fall gestimmt, für eine Aufholjagd hat es aber nicht mehr gereicht“.

Tilmann Gebhardt

Pokal vs. Red Devils Wernigerode (U23)

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