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Damen sichern sich den Landesmeistertitel

Schenefeld Am letzten Spieltag der Damen KF RL-Nord ging es für die TSV-Damen nach Schenefeld um die letzten Punkte und damit die Landesmeisterschaft zu sichern und das Ticket für die DM in Bielefeld zu lösen. Die Vorgaben beim letzten Training von Trainer Daniel Kunze, welcher mit der Zweitligamannschaft zum Doppelspieltag in Bonn und Frankfurt unterwegs war, waren klar: ein deutlicher Sieg gegen Schenefeld, welche im Hinspiel bereits 10:0 geschlagen werden konnten und mit dem zusätzlichen Selbstbewusstsein auch das entscheidende Spiel gegen die SG Kölln-ReiWyk für sich entscheiden. Hier war man im Hinspiel noch knapp mit 1:3 unterlegen. Es sollte also spannend werden. Hochmotiviert bis in die Spitzen und in Topbesetzung, aber leicht angeschlagen, starteten die TSV Damen in Schenefeld. Unterstützung gab es durch einige mitgereiste Fans, Teammitglieder und die Coaches Hannah Hartges und Florian Mätzig an der Bande.

Nach einem ersten Abtasten und dem Ablegen der Nervosität begannen die Neuwittenbeker Damen mit dem was sie können: Tore schießen. In der 6. Minute läutete Liesa Rathje nach Assist von Elisabeth Hörning das Projekt Landesmeisterschaft ein. In den nächsten 90 Sekunden erhöhte man durch Frederike Strahl und Hörning auf 3:0. Danach folgten unsichere Momente durch passives Verteidigen in Neuwittenbeks Reihen und Schenefeld konnte auf 3:2 rankommen. Es sollte aber das letzte Aufbäumen der Blau-Weißen sein. Halbzeitstand nach zwei weiteren Toren von Rathje 5:2.
In der zweiten Halbzeit schworen Hannah Hartges und Florian Mätzig die Neuwi-Damen ein. Die leeren Räume sollten genutzt werden, um so der Manndeckung der Schenefelder Ladies zu entkommen. Mit Erfolg: Hörning nach Auswurf von Torfrau Inga Faust (3. Minute), Lea Böhme (4.), Julia Knaack (5. und 14.), Strahl (7.) und Rathje (9.) erhöhten auf 11:2. Endstand: 13:3 nach weiteren Toren von Hörning (15.) und Luisa Eymes (20.). Zehn weitere wichtige Tore auf der Habenseite, sollte es nicht zu einem Sieg im zweiten Spiel reichen.

TSV Neuwittenbek – BW96 Schenefeld 13:3 (5:2; 8:1)

Nach einem Telefonat in der Kabine mit Coach Daniel Kunze in Frankfurt, war man motiviert bis in die Haarspitzen für den Showdown um den Titel gegen die SG Kölln-ReiWyk und dieses startete fulminant.

Von Aufregung keine Spur erwischte Kunzes Damen den besseren Start und konnte durch Rathje nach nur 32 Sekunden den ersten Treffer der Partie erzielen. In der zweiten Minute erhöhte Eymes nach Zuspiel von Strahl auf 2:0. Was war nur mit den TSV Damen los? So konnte es weitergehen. Nach zwei weiteren Toren von Rathje stand es in der 8. Minute bereits 4:0. Nach einem unglücklichen Gegentor waren die Neuwittenbeker Damen verunsichert, ließen in der Konzentration nach und die SG kam auf 4:2 zur Halbzeit ran.
Die Kölln-ReiWyker machten nun mehr Druck auf das Tor von Marieke Senkpiel und konnten ihre Bissigkeit mit Erfolg nutzen. Der Ausgleich zum 4:4 fiel in der 9. Minute der zweiten Hälfte. Die Schlussphase wurde eingeläutet und es wurde noch einmal spannend. Neuwittenbek kam wieder vermehrt zu Torabschlüssen. Den Weg ins Tor wollte aber keiner finden. Nach einer Zweiminutenstrafe gegen Liesa Rathje wegen überhartem Körpereinsatz 90 Sekunden vor der erlösenden Schlusssirene wurde es noch einmal hektisch im Neuwittenbeker Torraum. Nach 30 Sekunden in Unterzahl fiel die Führung für die SG durch Derya Gökmen. Doch Strahl konnte nach Assist von Eymes die TSV Damen erlösen und ging in einer Siegertraube 43 Sekunden vor Abpfiff unter. Der eine Punkt für das Erreichen der Verlängerung reichte für den Titel und die Qualifikation zur DM. Das Tor in der dritten Minute der Verlängerung und somit der offizielle Sieg der Partie für die SG Kölln-ReiWyk war nebensächlich. Das Siegertänzchen und die Chöre „Wir fahren nach Bielefeld, wir fahren nach Bielefeld“ mit anschließendem Sekt in der Kabine waren Ehrensache.

SG Kölln-ReiWyk – TSV Neuwittenbek 6:5 n.V. (2:4; 3:1; 1:0)

Trotz der Niederlage und kleiner technischer Probleme beim Ausrichter war es ein gelungener Saisonausklang, der nun mit der Vorbereitung und Planung der DM und vor allem zusätzlichen Trainingseinheiten zum Glück noch nicht zu Ende ist und noch einmal bis zum Himmelfahrtswochenende am 27. und 28. Mai in die Verlängerung geht – diesmal hoffentlich mit einem Positiveren Ausgang.

Nach 2010 (5. Platz) und 2014 (4. Platz) geht es das dritte Mal für die Neuwittenbeker Damen zu einer Deutschen Meisterschaft und alle guten Dinge sind bekanntlich Drei.
Nach anfänglichen Startschwierigkeiten in die Saison nach nur knappen Siegen gegen Flensburg und Gettorf, konnte sich das Team von Spiel zu Spiel steigern und letztlich souverän den Landesmeistertitel holen. Hervorzuheben sind unsere Neuzugänge und unser Küken Lea, die sich hervorragend in die bestehende Mannschaft integrieren konnten und nicht nur ein spielerischer, sondern vor allem auch ein persönlicher Zugewinn sind. Wir freuen uns auf Bielefeld! Haihappen huhaha!

Liesa Rathje

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