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Dritter Sieg in Folge für die Bundesliga-Floorballer

TSV Neuwittenbek – BSV Roxel 9:6 (2:3; 2:0; 5:3)

Gettorf Am vierten Spieltag der Zweiten Bundesliga Nord/West traf der TSV Neuwittenbek am vergangenen Sonntag in der heimischen Gettorfer Sporthalle auf die Mannschaft des BSV Roxel. Der Mannschaft aus Münster gelang es in der letzten Saison die Regionalliga zu gewinnen und somit den Aufstieg in die Bundesliga perfekt zu machen, doch ein Unbekannter ist das Team mit Sicherheit nicht: In der Saison 2015/16 spielten die Münsteraner noch als Westfälischer Floorballclub in der zweiten Liga und stiegen am Ende unglücklich nach jahrelanger Ligazugehörigkeit ab. Wenn man beim TSV jedoch den dritten Tabellenplatz verteidigen wollte, so musste man gegen einen Aufsteiger zu Hause natürlich gewinnen – vor Allem, da Roxel bereits am Vortag ein kräftezehrendes Spiel gegen die Lokalrivalen der Gettorf Seahawks erst in der Verlängerung verloren hatte.

Das erste Drittel startete allerdings ganz anders als erhofft. Gleich in seinem ersten Einsatz verletzte sich Vizekapitän Sell so schwer, dass er nicht mehr weiterspielen konnte. In der Folge agierten die Nordlichter ein wenig verunsichert und die Gäste gingen bereits in der dritten Spielminute in Führung. Es dauerte bis zur Mitte des ersten Drittels bis Sven Traulsen den Ausgleichstreffer durch ein schön ausgespieltes Powerplay erzielen konnte. Durch das Tor gelang es dem TSV jedoch nicht, die nötige Ruhe und Konzentration in den Spielaufbau und in die Abwehr zu bringen. Folgerichtig gelang es den Münsteranern zwei weitere Male in Führung zu gehen. Nur einmal konnte eine zwingende Torchance des TSV zum zwischenzeitlichen 2:2 durch Tjorven Dethlefsen genutzt werden. Das erste Drittel ging also 2:3 an die Mannschaft aus dem Westen Münsters verloren. Es gelang der Bundesligamannschaft aus Neuwittenbek nicht, ihre offensiven Fähigkeiten auszuspielen und defensiv war man vor allem bei Abprallern gefährdet.

Nach der Kabinenansprache begann die Mannschaft das zweite Drittel konzentrierter. Den Spielern des BSV Roxel gelang es, die Angriffe ein ums andere Mal nur noch mit Fouls zu unterbinden. Ab Spielminute 4:22 spielten die Neuwittenbeker sogar in doppelter Überzahl. Der zusätzliche Platz wurde  gut genutzt und Kapitän Jannik Drews erzielte in seinem ersten Saisonspiel in der Bundesliga den wichtigen Ausgleichstreffer. Der erstmalige Führungstreffer für den TSV gelang Charlet nach einem Freischlag in der gegnerischen Ecke. Dieser wurde so scharf in den Slot geschlagen, dass ein Gegenspieler nicht mehr rechtzeitig reagieren konnte und den Ball unhaltbar ins eigene Tor abfälschte. Eine weitere doppelte Überzahlsituation am Ende des zweiten Drittels wurde nicht genutzt, vielmehr gab es auch für die Männer vom Kanal eine Zwei-Minuten-Zeitstrafe, welche sich noch rächen sollte. Vorerst ging es jedoch mit einem knappen 4:3-Vorsprung in die Kabine.

Bedingt durch die Zeitstrafe in den letzten Sekunden des zweiten Drittels spielte man für kurze Zeit vier gegen drei und anschließend vier gegen vier. Diese ungewöhnliche Spielsituation nutzte der Gegner besser und schoss in der ersten Spielminute des letzten Drittels das Ausgleichstor zum 4:4. Kapitän Drews zeigte sich jedoch unbeeindruckt von diesem Rückschlag und der körperlichen Härte des Spiels, stellte den alten Vorsprung kurze Zeit später wieder her und schoss in der achten Spielminute sogar das Tor zum 6:4. Spätestens jetzt wurde wieder mutig der Weg nach vorn gesucht. Die Spieler des BSV wussten sich weiterhin oftmals nur mit Fouls zu helfen. Zwei daraus resultierende Zeitstrafen wurden postwendend zu den Treffern 7 und 8 genutzt. Das Spiel schien sieben Minuten vor Schluss bereits für Neuwittenbek entschieden zu sein, doch Roxel gab sich nicht auf und machte noch einmal Druck. Durch zwei unnötige Zeitstrafen gegen den TSV gelangen den Westfalen jeweils in Überzahl zwei Anschlusstreffer. In der letzten Druckphase nahm Roxel sogar den Torwart heraus, um mit einem sechsten Feldspieler noch mehr Druck ausüben zu können. Dieses Risiko wurde jedoch durch Fynn Traulsen mit einen Konter und einem empty-net Treffer zum 9:6 Endstand bestraft.

Der Bundesligamannschaft gelang mit nur einer Niederlage aus vier Spielen ein starker Start in die Saison. Am kommenden Sonntag geht es im Auswärtsspiel gegen Tabellenschlusslicht Hannover darum, weitere Punkte zu erkämpfen und sich oben in der Tabelle festzusetzen.

Kevin Mutschinski / Fotos: Elke Scholz

2. Buli vs. BSV Roxel

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